Ihre Ansprechpartner

Kurzarbeitergeld (KUG) bei ACO

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Maßnahmen der Bundesregierung anlässlich der Corona-Krise und die täglichen Berichterstattungen gehen an keinem spurlos vorbei. Deshalb stehen Ihnen die HR Abteilungen an den Standorten Rendsburg und Reith jeweils von Dienstag bis Donnerstag in der Zeit von 10.00 - 15.00 Uhr für Sorgen, Nöte oder Ängste unter den unten stehenden Rufnummern als vertrauliche Ansprechpartner zur Seite.

Außerdem steht Ihnen auch unsere Betriebsärztin Magdalena Peinecke in dieser Ausnahmesituation als persönliche Ansprechpartnerin jederzeit zur Verfügung. Sie ist Fachärztin für Arbeitsmedizin, leitende Ärztin für Präventiv-, Arbeits- und Umweltmedizin und steht ebenfalls für psychologische Betreuung zur Verfügung. Sie unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht. Sollten Sie persönliche Sorgen und Fragen haben, zum Beispiel, weil in Ihrer Familie Personen aus der Risikogruppe leben, melden Sie sich bei ihr. Frau Peinecke wird in diesem Fall Maßnahmen für Sie vertraulich mit der HR Abteilung klären, ohne die Gründe offenzulegen. Sie ist unter der Rufnummer 0172 - 6192274 oder via E-Mail magdalena.peinecke@t-online.de zu erreichen. Sollten Sie sie nicht direkt erreichen, wird sie Sie umgehend zurückrufen.

Die HR Abteilung am Standort Reith arbeitet vertraulich mit dem Betriebsarzt Herrn Dr. Heilmann zusammen und kann einen schnellen Kontakt herstellen.

    Auch der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP e.V.) bietet in den kommenden Wochen eine besondere Form der psychologischen Beratung an: die BDP-Corona-Hotline. Realisiert wird diese durch den ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder des BDP. Die anonyme, kostenlose Hotline ist unter der Rufnummer: 0800 777 22 44 täglich von 08.00 bis 20.00 Uhr geschaltet.

    Antworten auf Fragen zum Kurzarbeitergeld (KUG)

    Die Agentur für Arbeit zahlt das Kurzarbeitergeld als teilweisen Ersatz für den durch einen vorübergehenden Arbeitsausfall entfallenen Lohn/ Gehalt. Der Arbeitgeber wird dadurch bei den Kosten der Beschäftigung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlastet. So können Unternehmen ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch bei Auftragsausfällen weiter beschäftigen. Das Kurzarbeitergeld hilft also, Kündigungen zu vermeiden. Kurzarbeit ist möglich, wenn Betriebe aus wirtschaftlichen Gründen oder aufgrund eines unabwendbaren Ereignisses die Arbeitszeit vorübergehend verringern müssen.

    Die Mindestanforderungen sind, dass

    • ein erheblicher Arbeitsausfall mit Entgeltausfall vorliegt: Das ist der Fall, wenn er auf wirtschaftlichen Gründen oder einem unabwendbaren Ereignis (aktuell der Coronavirus) beruht,
    • er vorübergehend und nicht vermeidbar ist,
    • 10 % der Mitarbeiter im Betrieb (Unternehmen oder Betriebsteil) mehr als 10 % Verdienstausfall haben.

    Ein Arbeitsausfall ist erheblich, wenn er auf wirtschaftlichen Einbußen beruht oder ein unabwendbares Ereignis vorliegt, er vorübergehend und unvermeidbar ist und im Betrieb im Anspruchszeitraum (Kalendermonat) mind. 10 % der Beschäftigten wegen des Arbeitsausfalls ein mehr als um 10 % vermindertes Arbeitsentgelt erzielen.

    Ein unabwendbares Ereignis ist im Allgemeinen ein Ereignis, das unter den gegebenen Umständen und unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Einzelfalls auch durch äußerste Sorgfalt weder abzuwehren noch in seinen schädlichen Folgen zu begrenzen ist. Sofern ein Betrieb infolge der COVID-19-Pandemie durch eine behördliche Maßnahme geschlossen werden muss, liegt ein unabwendbares Ereignis im Sinne der gesetzlichen Regelung vor.

    Folgende persönliche Voraussetzungen müssen vom Mitarbeiter erfüllt werden, um Anspruch auf KuG zu haben:

    • er Mitarbeiter steht in einem ungekündigten versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis,
    • hat eine vereinbarte Arbeitszeit
    • und bezieht infolge der Kurzarbeit kein oder ein geringeres Entgelt.

    Zeitlich befristete Mitarbeiter können demnach ebenfalls an der Kurzarbeit teilnehmen.
    Minijobber und Werkstudenten (unter 20 Stunden in der Vorlesungszeit) haben keinen Anspruch auf KuG, da sie nicht in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis stehen.

    Kurzarbeit wird i.d.R. für maximal 12 Monate gewährt und kann nur per Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf bis zu 24 Monate erweitert werden.

    Der Resturlaub aus dem vergangenen Jahr (2019) und alle Überstundenkontingente müssen zunächst vorrangig und vollständig abgebaut werden.

    Der Urlaubsanspruch des Mitarbeiters wird durch die Kurzarbeit nicht berührt. Dieser bleibt wie arbeitsvertraglich vereinbart erhalten.

    Die Grundlage zur Berechnung des Kurzarbeitergeldes ist die Differenz zwischen dem gewöhnlichen pauschalierten Nettoentgelt und dem geringeren pauschalierten Nettoentgelt, welches aufgrund der Kurzarbeit abgerechnet werden konnte. Von diesem Nettoentgeltausfall erhält der Mitarbeiter 60 % in Form des Kurzarbeitergeldes. Mitarbeiter mit mindestens einem Kind (Kinderfreibetrag 0,5 reicht aus) erhöht sich der Satz zur Berechnung des Kurzarbeitergeldes auf 67 %.

    Während der Kurzarbeit werden insbesondere nachfolgende Vergütungsbestandteile so berechnet, als wäre normal gearbeitet worden:

    1. Urlaubsentgelt
    2. Entgelt für gesetzliche Feiertage
    3. vermögenswirksame und altersvorsorgewirksame Leistungen
    4. Beiträge zur betrieblichen Altersvorsoge

    Bei Krankheit gelten die allgemein gültigen gesetzlichen Regelungen.

    Die Tabelle zur Berechnung des Kurzarbeitergeldes (bei Kurzarbeit 100 %) finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit unter folgendem Link: https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug050-2016_ba014803.pdf

    Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Kurzarbeit und das Kurzarbeitergeld wurden in mehreren Gesetzespaketen angepasst, zuletzt mit dem sogenannten „Sozialschutzpaket II“.
    Rückwirkend ab dem 01. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 gilt:

    Ab dem 4. Bezugsmonat wird das Kurzarbeitergeld auf 70 % (ohne Kind) bzw. 77 % (mit Kind) und ab dem 7. Bezugsmonat auf 80 % (ohne Kind) bzw. 87 % (mit Kind) erhöht. Die Voraussetzung dafür ist, dass bei der oder dem Beschäftigten ein Arbeitsausfall mit Entgeltausfall von mindestens 50 % vorliegt. Dabei ist es nicht erforderlich, dass bereits in den ersten Monaten mindestens 50 % Arbeitsausfall mit Entgeltausfall vorgelegen hat. Die Bezugsmonate sind dabei individuell zu errechnen. Das bedeutet es kommt nicht darauf an, wie lange der Betrieb schon Kurzarbeit angemeldet hat, sondern darauf, wie lange die Einzelperson bereits Kurzarbeitergeld bezieht.
    Wird die Kurzarbeit zwischenzeitlich für einen gesamten Monat unterbrochen (kein Arbeitsausfall mit Entgeltausfall), ist diese Unterbrechung unbedenklich. Das bedeutet Beschäftigte, die drei Monate Kurzarbeitergeld erhalten und dann einen Monat voll arbeiten, würden im darauffolgenden Monat den erhöhten Kurzarbeitergeld-Satz bekommen, da sie individuell in ihrem 4. Kurzarbeitsgeld-Bezugsmonat wären.
    Der erste Bezugsmonat ist März, d.h. dass frühestens im Juni 2020 die erste Stufe des erhöhten Kurzarbeitergeld-Leistungssatz (70 % oder 77 %) greift.

    Monat EntgeltausfallKug LeistungssatzAnmerkung
    Februar50 %60 % o. Kind, 67 % m. KindWird nicht berücksichtigt, da Regelung erst ab März gilt
    März70 %60 % o. Kind, 67 % m. Kind1. Bezugsmonat
    April20 %60 % o. Kind, 67 % m. Kind2. Bezugsmonat
    Maikein AusfallKein KugUnterbrechung führt nicht zu Neubeginn der Zählung
    Juni40 %60 % o. Kind, 67 % m. Kind3. Bezugsmonat
    Juli50 %70 % o. Kind, 77 % m. Kind4. Bezugsmonat
    August30 %60 % o. Kind, 67 % m. Kind5. Bezugsmonat
    September60 %70 % o. Kind, 77 % m. Kind6. Bezugsmonat
    Oktober50 %80 % o. Kind, 87 % m. Kind7. Bezugsmonat
    November10 %60 % o. Kind, 67 % m. Kind8. Bezugsmonat, aber kein Ausfall von mind. 50 %
    Dezember50 %80 % o. Kind, 87 % m. Kind

    9. Bezugsmonat

    Quelle: BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände), Stand: 28.05.2020

    Bei der gesetzlichen Erhöhung des Kug wird der vom Arbeitgeber auszuzahlende Aufstockungsbetrag entsprechend anteilig reduziert.

    Das Kurzarbeitergeld wird ebenso wie die Nettovergütung, aufgrund der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden vom Arbeitgeber an den Mitarbeiter überwiesen. Die Rückerstattung des Kurzarbeitergeldes erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt durch die Agentur für Arbeit an den Arbeitgeber.

    Während der Zeit der Gewährung von Kurzarbeitergeld bleibt der Mitarbeiter Mitglied in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Für die Ausfallstunden werden die Beiträge der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung nach einem fiktiven Arbeitsentgelt berechnet. Die Beiträge trägt der Arbeitgeber allein. Diese werden später von der Bundesagentur erstattet. Für die Ausfallstunden hat also der Mitarbeiter keine Beiträge zu tragen. Für das neben dem Kurzarbeitergeld tatsächlich erzielte beitragspflichtige Arbeitsentgelt tragen Arbeitgeber und Mitarbeiter die Beiträge nach den normalen Grundsätzen.
    Coronabedingte Kurzarbeit berührt den Versicherungsstatus in der privaten Krankenversicherung nicht.

    Wird ein Mitarbeiter während des Anspruchszeitraums krank, hat er in den ersten 6 Wochen Anspruch auf das anteilige Gehalt/ den anteiligen Lohn und den Anteil KuG, der auch ohne die Abwesenheit durch Krankheit gezahlt worden wäre. Die Tage an denen keine Kurzarbeit geplant war, werden mit regulärer Lohnfortzahlung vergütet.

    Wird ein Mitarbeiter vor dem Anspruchszeitraum krank, hat er in den ersten 6 Wochen Anspruch auf die Höhe des anteiligen Gehalts/ den anteiligen Lohn, der auch ohne die Abwesenheit durch Krankheit während der Kurzarbeit gezahlt worden wäre. Ein Anspruch auf KuG, welches bei Anwesenheit gezahlt worden wäre, besteht hier nicht. Stattdessen erhält der Mitarbeiter für diesen Anteil Krankengeld von der Krankenkasse. Dieses wird vom Arbeitgeber ausgezahlt und diesen anschließend durch die Krankenkasse rückerstattet. Die Tage an denen keine Kurzarbeit geplant war, werden mit regulärer Lohnfortzahlung vergütet.

    Lohnersatzleistungen wie das Kurzarbeitergeld gelten laut Gesetz zwar als steuerfreies Einkommen, doch unterliegen sie dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Dazu wird das an sich steuerfreie Einkommen in die Ermittlung des Steuersatzes einbezogen. Angesichts des progressiven Steuertarifs steigt dieser meist mit zunehmendem Einkommen. Dieser höhere Steuersatz wird dann auf das steuerpflichtige Einkommen angewendet. Faktisch müssen also Steuern auf das steuerfreie Einkommen gezahlt werden.
    Ein vereinfachtes Beispiel:
    Ein Single verdient monatlich brutto rund 5000 Euro, sein zu versteuerndes Monatseinkommen beträgt 4000 Euro. Darauf zahlt er normalerweise 1000 Euro Lohnsteuer und Soli, sein Nettoeinkommen beträgt also 3000 Euro im Monat oder 36.000 Euro im Jahr. Auf jeden Euro steuerpflichtiges Einkommen sind also 25 Cent Steuern fällig.
    Jetzt muss er drei Monate 50 Prozent kurzarbeiten. Sein Betrieb zahlt ihm in dieser Zeit sein halbes Gehalt und die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent Kurzarbeitergeld für den entgangenen Nettolohn. Er bekommt also 1700 Euro Nettolohn. Von den fehlenden 1300 Euro erstattet die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent, also 780 Euro. Drei Monate lang bekommt er anstatt 3000 Euro nur 2480 Euro auf sein Konto überwiesen. Anfang 2021 ist er verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben.
    Sein Finanzamt rechnet dann so: Das „tatsächliche zu versteuernde Einkommen“ betrug neun Monate jeweils 4000 Euro und drei Monate 2000 Euro, also insgesamt 42.000 Euro. Darauf wären 9156 Euro Steuern fällig, die durchschnittliche Belastung liegt bei 21,8 Prozent.
    Anschließend ermittelt der Fiskus ein „fiktives zu versteuerndes Einkommen“. Dazu wird das Kurzarbeitergeld addiert, es beträgt somit 44.340 Euro. Darauf wären 10.001 Euro Steuern fällig, die Belastung würde 22,5552 Prozent betragen.
    Im dritten Schritt wird dieser Durchschnittssteuersatz auf das tatsächlich steuerpflichtige Einkommen angewandt. Auf 42.000 Euro muss der Arbeitnehmer also 9473 Euro Steuern zahlen. Faktisch sind also 317 Euro Steuern auf die 2340 Euro Kurzarbeitergeld fällig. Obendrauf kommen noch 17 Euro Soli.
    Quelle: Handelsblatt vom 05.05.2020, https://amp2.handelsblatt.com/politik/deutschland/recht-und-steuern-wie-sich-das-kurzarbeitergeld-auf-den-steuersatz-auswirkt/25801556.html

    Für alle Dienstwagennutzer gibt es die Möglichkeit laufend über das Jahr ein Fahrtenbuch zu führen und dies mit der Einkommenssteuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Bei Mitarbeitern, die ihren Dienstwagen nur für wenige private Fahrten nutzen, kann sich ein Fahrtenbuch positiv mit einer Rückvergütung auswirken. Bei Fragen zur Anerkennung des Fahrtenbuches, wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Finanzamt.

    Ob der Arbeitsausfall Stunden, Tage oder sogar Wochen umfasst, richtet sich nach der Auftragslage und den Vereinbarungen im Unternehmen. Sofern ein Mitarbeiter in Kurzarbeit ist, z.B. 50 % und generell eine Verteilung lt. Arbeitsvertag auf 5 Tage erfolgt, liegt es im Direktionsrecht des Arbeitgebers/ der Führungskraft, diese Arbeitszeit sinnvoll und im Unternehmsinteresse zu „verdichten“, d.h. die Führungskraft kann entscheiden, ob der Mitarbeiter an 2,5 Tagen ganz da ist oder eine andere Aufteilung sinnvoll ist. Die Verteilung soll nicht gegen Vereinbarungen des originären Arbeitsvertrages verstoßen (z.B. es wurde im Arbeitsvertrag vereinbart, dass Montag nur bis 12.00 Uhr gearbeitet wird).

    Voraussetzung für die Einführung von Kurzarbeit in einem Unternehmen ist, dass der Betriebsrat zustimmt. Hierzu wurde in Rendsburg am 20.03.2020 und in Reith am 24.03.2020 eine Betriebsvereinbarung geschlossen.

    Bitte beachten Sie, dass der Minijob auf die Höhe des Kurzarbeitergeldes Auswirkungen haben kann, wenn dieser aufgenommen wird, nachdem der Arbeitnehmer mit seinem Hauptbeschäftigungsverhältnis in Kurzarbeit gegangen ist. Das bedeutet, dass das Kurzarbeitergeld des Arbeitnehmers um den Verdienst aus dem Minijob gekürzt wird und der Verdienst zwingend beim Hauptarbeitgeber nachgewiesen werden muss.
    Das Bundeskabinett hat am 23.03.2020 eine Ausnahmeregelung beschlossen, die noch vom Bundestag sowie Bundesrat verabschiedet werden muss: Sofern ein Minijob in einem systemrelevanten Bereich (z.B. Gesundheitswesen, Apotheke, Landwirtschaft) aufgenommen wird und der Verdienst aus dem Hauptbeschäftigungsverhältnis, dem gezahlten Kurzarbeitergeld und dem Minijob das normale Bruttoentgelt nicht übersteigt, erfolgt keine Anrechnung des Verdienstes.
    Ausnahmen sind Arbeitnehmer, die bereits vor der Kurzarbeit einen Minijob neben ihrer Hauptbeschäftigung ausgeübt und bei ihrem Hauptarbeitgeber angezeigt haben. Setzen diese Mitarbeiter die Nebentätigkeit lediglich während des Erhalts von Kurzarbeitergeld fort, muss der Verdienst aus dem Minijob bei der Berechnung des Kurzarbeitergeldes nicht berücksichtigt werden und es kommt nicht zu Kürzungen.
    Sollten sich kurzfristig Änderungen an diesen Regelungen durch die Bundesregierung ergeben, werden wir Sie auf dem Laufenden halten.
    Wir möchten Sie an dieser Stelle vorsorglich darauf hinweisen, dass die Anzeige/ der Antrag über die Ausübung einer Nebentätigkeit arbeitsvertraglich geregelt ist.

    Die Führungskraft hat den Mitarbeiter über geplante Änderungen bzw. Anpassungen rechtzeitig zu informieren (z.B. ein Mitarbeiter fällt krankheits- oder urlaubsbedingt aus und ein anderer Mitarbeiter muss dafür seine aktive Ersatzzeit erhöhen).
    Hier eine Übersicht der Ankündigungsfristen:

    gewerbliche Mitarbeiter

    • erstmalige Einführung: einen Werktag (Arbeitstage Mo-Sa) vorher
    • Änderung der Kurzarbeit: z.B. mehr Kurzarbeit oder weniger Kurzarbeit, analog der Einführung, einen Werktag (Arbeitstage Mo-Sa) vor Beginn der veränderten Kurzarbeit
    • Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung der Kurzarbeit: wird die Kurzarbeit unterbrochen oder vorzeitig beendet, ist dies zwei Werktage (Arbeitstage Mo-Sa) vorher anzukündigen

    kaufmännische Mitarbeiter

    • erstmalige Einführung: einen Werktag vorher (Arbeitstage Mo-Fr)
    • Änderung der Kurzarbeit: z.B. mehr Kurzarbeit oder weniger Kurzarbeit, analog der Einführung, einen Werktag (Arbeitstage Mo-Fr) vor Beginn der veränderten Kurzarbeit
    • Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung der Kurzarbeit: wird die Kurzarbeit unterbrochen oder vorzeitig beendet, ist dies zwei Werktage (Arbeitstag Mo-Fr) vorher anzukündigen
    FallbeispieleAnkündigung bei gewerblichen MAAnkündigung bei kaufmännischen MA
    Kurzarbeit beginnt erstmalig an einen Mittwocham Dienstag derselben Wocheam Dienstag derselben Woche
    Kurzarbeit verändert sich ab Donnerstag, die zu arbeitenden Stunden werden etwas erhöhtam Mittwoch derselben Wocheam Mittwoch derselben Woche
    Kurzarbeit verändert sich ab Montag, die zu arbeitenden Stunden werden etwas reduziertam Samstag vorheram Freitag vorher
    Kurzarbeit ab Dienstag für zwei Wochen unterbrochen, d.h. ab Dienstag wird für zwei Wochen voll gearbeitetam Samstag vorheram Freitag vorher
    Kurzarbeit endet am Donnerstag, d.h. ab Freitag wird wieder voll gearbeitetam Mittwoch derselben Wocheam Mittwoch derselben Woche