Katastrophenschutz im Rendsburger Kanaltunnel

Bis zu 50.000 Fahrzeuge durchfahren täglich den Rendsburger Nord-Ostsee-Kanaltunnel. Was wäre bei einem Unglück? Wenn etwa ein Tankfahrzeug seine hochentzündliche, giftige Ladung verliert? Damit aus einem solchen Szenario keine Katastrophe wird, müssen bei der Sanierung des Tunnels diverse Richtlinien und Vorschriften beachtet werden – vor allem hinsichtlich der Entwässerung. Hier liefert ACO Tiefbau eine Komplettlösung entlang der ACO Systemkette. Das Wasser wird sicher in ein geschlossenes System abgeleitet, gereinigt, zurückgehalten und anschließend wieder abgegeben. Für den Bauherren, den Planer und den Bauunternehmer hat das den Vorteil, nur einen Ansprechpartner für die gesamte Entwässerung zu haben.

Im Rendsburger Kanaltunnel wird Wasser in zwei Bereichen aufgenommen: An den Zufahrten fällt hauptsächlich Niederschlagswasser an, das Straßenabläufe, seitliche Rinnen sowie eine jeweils querliegende Rinne aufnehmen. Im Tunnel leiten seitliche Entwässerungsrinnen einerseits das Schleppwasser der Fahrzeuge zuverlässig ab. Andererseits führen sie im Havariefall austretenden Treibstoff sicher und umweltgerecht einer speziellen Abscheideranlage zu. Bei den genannten Rinnen handelt es sich um eine Sonderbauform der ACO DRAIN® KerbDrain KD 140. Unsere Ingenieure entwickelten sie extra für die baulichen Gegebenheiten dieses Tunnels in dichter Bauweise.

Nach der Ableitung über die Rinnen gelangt das Wasser in ein dreiteiliges Separationssystem, bestehend aus einem Schlammfang, einem Leichtflüssigkeitsabscheider des Typen ACO Oleopator-PR-NS 100 und einem Probenahmeschacht. Dort werden wassergefährdende Flüssigkeiten wie Öl, Benzin und Schmierstoffe aus dem Abwasser abgeschieden. Die Kapazität von bis zu 100 Litern Flüssigkeitsmenge pro Sekunde entspricht einer Menge von 133 Weinflaschen, die gleichzeitig geleert werden.

ACO Pumpstationen führen das gereinigte Wasser anschließend in den Nord-Ostsee-Kanal und damit zurück in den natürlichen Wasserkreislauf.